Bayerische Bahnmeisterschaft 2011
Die Bayerischen Rad-Meisterschaften auf der Bahn fanden in
diesem Jahr wieder einmal auf der Bahn am Reichelsdorfer Keller
statt. Aufgrund der Winterungsbedingungen verlangte die
Veranstaltung am Freitag und am Samstag den Zuschauern und den
Teilnehmer viel Geduld ab.
Die erfolgreichste Teilnehmerin war die amtierende Deutsche
Meisterin der Klasse U17w Anna Knauer aus Weißenburg, die 5
Goldmedaillen gewann. Sie hatte mit Gudrun Stock (München) eine
harte aber faire Gegenerin, die sich über ihre Medaillen trotzdem
freuen sollte.
Der VFR Herpersdorf sammelte auf seiner Hausbahn insgesamt 10
Medaillen davon einmal Gold durch Maximilian Maximilian Hornung im
Omnium. Quelle: http://www.bayerischer-radsportverband.de/html/bahn.html
Gastgeber gewann zehn Medaillen
VfR Herpersdorf war bei der bayerischen Bahnmeisterschaft sehr gut unterwegs - 27.06.
REICHELSDORFER KELLER - Viel Zeit und Geduld mussten Teilnehmer und Zuschauer am Freitag und Samstag bei den bayerischen Bahn-Radmeisterschaften am Reichelsdorfer Keller aufbringen, nachdem das umfangreiche Programm mehrfach von Regenschauern hatte unterbrochen werden müssen. Fünf der rund 30 Wettbewerbe konnten am Samstagabend nicht mehr stattfinden; sie werden im Rahmen der Steher-EM am 16. und 17. September nachgeholt.
Herausragende Starter waren unter den rund 100 Teilnehmern die deutsche U17-Straßenmeisterin Anna Knauer (RC Germania Weißenburg), die fünf Goldmedaillen gewann, und der Ingolstädter Allrounder Robert Krause, der in der Klasse U17 vier Titel holte. Die Lokalmatadore des veranstaltenden VfR Herpersdorf erkämpften insgesamt zehn Medaillen, vier davon durch Maximilian Hornung, der Gold im Omnium, Silber im Punktefahren und Bronze im Sprint der Männer erkämpfte.
Drei neue Titelträger gab es bei den Männern in den klassischen olympischen Disziplinen: Florian Fromm (RSV 1895 Passau) gewann souverän die Einerverfolgung über 4000 Meter, Michael Schmidt (Rudy Project Racing Team Irschenberg) fuhr absolute Tagesbestzeit über 1000 Meter und Jan Hermann (RSV 1895 Passau) verwies im Sprint den Herpersdorfer Christopher Schunk auf den Ehrenplatz.
Mit einer weiteren Silbermedaille, die er im Omnium gewann, hat Christopher Schunk sein Können als spurtstarker Allrounder unterstrichen. Auch der 17-jährige Herpersdorfer Jan Wälzlein, der in der Klasse U19 auf Bahn und Straße in Bayern zu den vielseitigsten Fahrern zählt, wurde mit drei Medaillen belohnt: Über 3000 Meter, im Sprint und im Omnium holte er jeweils Bronze.
Ein Punkt fehlte
Das nötige Quäntchen Glück fehlte Herpersdorfs Nachwuchshoffnung
Michael Schübel, der sich bestens vorbereitet, gute Chancen auf den
Titel im Omnium der U15 ausrechnen durfte. Obwohl er über 200 Meter
Bestzeit fuhr, das Ausscheidungsfahren gewann, Zweiter im
Punktefahren und im Scratch-Rennen war, fehlte ihm am Ende ein
Punkt zum Titel, den er beim 500m-Zeitfahren unglücklich verloren
hatte: Beim Start rutsche er vom Pedal, musste abbremsen und erneut
beschleunigen. „Das kostete ihn den wohl sicheren Titel“, bedauerte
der Herpersdorfer Altmeister Werner Löw, der Michael tröstete und
zur Silbermedaille gratulierte. „Der Junge hat die Zukunft noch vor
sich. Er ist ein riesgies Talent“, schwärmte der einst 7-fache
deutsche Meister.
Eine herausragende Leistung, die leider nicht mit einer Medaille
belohnt wurde, bot an beiden Tagen auch Jan Puschmann. Der
35-jährige 1. Vorsitzende des VfR Herpersdorf, der mit seinen
Getreuen für einen reibungslosen Ablauf des Mammutprogramms sorgte,
ließ es sich nicht nehmen, beim Omnium noch selbst in den Sattel zu
steigen, wobei er seine Vereinskameraden taktisch clever
unterstützte.
„Insgesamt bin ich mit unserer Bilanz und zehn Medaillen ganz zufrieden, das liegt im Rahmen meiner Erwartungen“, betonte der 35-jährige VfR-Boss, unter dessen Regie sich das Herpersdorfer „Marinbikes-Team“ seit einem Jahr zu einer schlagkräftigen Mannschaft entwickelte.
Als ebenfalls „sehr erfreulich“ beurteilte Jan Puschmann die
Teilnehmerzahl bei der weiblichen Jugend: „ So viele Mädchen haben
bisher ja noch nie an bayerischen Meisterschaften teilgenommen. Da
ist ein beachtlicher Aufschwung festzustellen“. Darüber freute sich
auch Claudia Meyer, die Verbandstrainerin für den Frauenradsport in
Bayern: „ Der Radsport findet bei Mädchen immer mehr Interesse. Man
hat diesen Trend erkannt und er wird von den rührigen Vereinen auch
bei der Jugendarbeit berücksichtigt. Mit Anna Knauer aus Weißenburg
und der Münchnerin Gudrun Stock haben wir in Bayern zwei ganz
außergewöhnliche Talente, die bundesweit zur absoluten
Spitzenklasse zählen. Ihre vielen Erfolge sind die beste Werbung
für den Radsport bei der weiblichen Jugend.“
Quelle:
Schwabacher Tagblatt
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