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Frankens großes Radsporttalent

Der Zirndorfer Michael Schübel feiert Erfolge - 22.01.2012

ZIRNDORF  - Beim RC Herpersdorf ist man sich sicher, ein außergewöhnliches Talent in den eigenen Reihen zu haben: Der Zirndorfer Michael Schübel ist erst 14, könnte im Radsport aber eine große Zukunft vor sich haben.

„Der Junge wird im Radsport seinen Weg gehen“, sagt Werner Löw. Der Altmeister des RC Herpersdorf, der einst sieben DM- Titel errang, ist längst überzeugt von Talent, Ehrgeiz und Vielseitigkeit des Zirndorfers Michael Schübel.

Bei so viel Lob kann der 14-Jährige nur etwas schüchtern lächeln. Trotz der Erfolge, die der Schüler des Steiner Gymnasiums in den vergangenen Jahren feierte, bleibt er bescheiden: „Ich freue mich, dass ich als Radsport-Neuling schon so erfolgreich war, aber mir ist auch klar, dass es mit jedem Jahr schwerer wird, ganz vorne in der deutschen Spitzenklasse mit dabei zu sein.“

Seit drei Jahren hat sich Michael Schübel ganz dem Radsport verschrieben. Schule, Training, Hausaufgaben — das sind seitdem für ihn die Schwerpunkte im Tagesablauf. Für weitere Hobbys bleibt keine Zeit. „Manchmal tut mir Michael schon leid. Besonders dann, wenn er bei Kälte, Regen und Wind stundenlang mit dem Rad unterwegs ist“, gesteht seine Mutter. Marlene Schübel weiß aber, dass es zwecklos wäre, ihn von seinem Training abzuhalten. „Je härter und schwerer mein Trainingsprogramm ausfällt, umso leichter fallen mir danach die Rennen bei gleichen Konditionen“, sagt Michael Schübel. Seine eindrucksvollen Leistungen brachten ihm 2011 einen Platz im BDR-Nachwuchskader ein.

Neben seinem großen Trainingsfleiß ist es vor allem die Vielseitigkeit, die selbst Fachleute staunen lässt. In allen Disziplinen auf Bahn und Straße zählte er im Vorjahr in der U15 zur deutschen Spitzenklasse. Zum ersten deutschen Titel fehlte nur das berühmte Quäntchen Glück. Bei der Vierer-DM im Straßenrennen gewann er in Genthin mit der Bayern-Auswahl die Bronzemedaille. Die Straßen-DM auf einem sehr schweren Kurs in Meiningen beendete er auf Rang vier und bei der Cross-DM in Lorsch wurde er Fünfter.

Nicht ganz so wohl wie im Gelände und auf der Straße fühlt sich Michael Schübel bei den Bahnrennen. Trotzdem zeigte er bei seinen Starts am Reichelsdorfer Keller ebenfalls sehr gute Ansätze. Nur durch Defektpech verpasste er knapp den bayerischen Meistertitel im Kriteriumswettbewerb, bei dem er in allen vier Disziplinen die Konkurrenz beherrschte.

Auf die neue Saison bereitet sich Michael Schübel in den kommenden Wochen besonders intensiv und gewissenhaft vor. Er weiß, dass er im ersten U17-Jahr auf stärkere und routiniertere Gegner trifft. „Das wird für mich mein bisher schwerstes Jahr, denn die Rennen sind länger und schwerer und die Konkurrenz wird größer.“

Einen ersten Vorgeschmack darauf bekam Schübel bereits vor kurzem bei der Deutschen Crossmeisterschaft, wo er einen guten achten Platz belegte. Nach diesem ersten Start in der U17 stellte er zufrieden fest: „Gelohnt hat sich die Reise nach Brandenburg auf jeden Fall, denn eine DM ist immer ein ganz besonderes Rennen, bei dem man viele Erfahrungen sammeln kann.“

Den Cross-Sport sieht Michael Schübel als optimale Ergänzung seines Wintertrainings. „Es macht einfach Spaß, nicht nur zu fahren, sondern auch beim Laufen so richtig Gas zu geben“, schwärmt der junge Radsportler, der schon als Zehnjähriger beim TSV Zirndorf erfolgreich an Duathlon-Wettbewerben teilgenommen hat. „Dabei habe ich gemerkt, dass mir das Radfahren am meisten liegt“, erzählt Michael Schübel.

2008 nahm er deshalb erstmals an einem Hobby-Rennen teil — das er auf Anhieb klar gewann. Danach war seine Begeisterung für den Radrennsport nicht mehr zu bremsen. Noch im gleichen Jahr schloss er sich dem RC Herpersdorf an. Sein außergewöhnliches Talent für den Radrennsport zeigte sich dann im zweiten Rennjahr 2009, als er bereits fünf Siege erkämpfte.

„Am meisten gefreut hat mich bis heute mein allererster Sieg beim Straßen-Preis in Karbach“, sagt Michael Schübel, dessen Vorbilder der Schweizer Olympiasieger Fabian Cancellara und der britische Weltmeister Mark Cavendish sind: „Cancellara ist bei den schwersten Straßenrennen immer einer der zähesten Kämpfer und Cavendish ist als Sprinter wahnsinnig schnell, fast unschlagbar.“ An eine Profi-Karriere denkt er zwar noch lange nicht, doch nacheifern will er seinen großen Idolen bei jedem seiner Rennen. Manfred Marr

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/fuerth/frankens-grosses-radsporttalent-1.1798830?searched=true


 

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